Therapie Alopecia Areata
Wie kann man Alopecia Areata therapieren?
Es klingt wie ein Scherz, doch die beste Empfehlung, wenn man einen Herd entdeckt, besteht in Nichtstun und Abwarten. Das beruht auf der Beobachtung, dass in neunzig Prozent der Fälle nach ein drei bis sechs Monaten die Kahlstelle von selbst wieder verschwindet. Das Immunsystem kommt wieder zur Ruhe und es bilden sich erst ganz feine Härchen und danach wachsen wieder einzelne Haare, wo vorher alles kahl war. Keine Spuren bleiben mehr zu sehen und die Alopecia ist restlos weg, als hätte es sie nie gegeben. Einen Hautarzt zu konsultieren ist natürlich nicht verkehrt und eventuell wird dieser auch etwas verschreiben. Das wird zumeist eine äußerlich anzuwendende Substanz sein. Bevorzugt sind es Cremes und Lösungen, die Kortison enthalten. Eine andere Behandlungsform, die man eher bei schwereren Verläufen einsetzt, ist die topische Immuntherapie. Bei dieser wird durch eine Chemikalie künstlich eine Allergie ausgelöst, welche das Immunsystem ablenkt. Verwendet wird hierfür DCP (Diphenylcyclopropenon), da jeder Mensch auf diese Substanz allergisch reagiert. Erhältlich ist es fast nur über Hautkliniken, da keine Zulassung als Medikament vorliegt. Es besteht kein Risiko, aber die Therapie muss von Hautärzten überwacht werden und auch die Konzentration wird genau eingestellt. Unangenehme Begleiterscheinungen sind Jucken und Schuppen auf der Kopfhaut. Es besteht eine Erfolgsrate von immerhin 60 Prozent. Umstrittener ist die PUVA-Therapie. Bei dieser werden die Stellen ultravioletter Strahlung ausgesetzt und parallel wird die Haut mittels Medikamenten lichtempfindlicher gemacht. Da das Risiko einer Erkrankung an Hautkrebs dadurch erhöht wird, setzt man diese Methode nur noch selten ein. Noch in der Erforschung sind Substanzen, welche Allergien und Erkrankungen des Immunsystems komplett unterdrücken können. Bis diese aber einsatzbereit sind bzw. für kreisrunder Haarausfall Behandlung in Frage kommen, werden noch einige Jahre vergehen.