Formen von Alopecia Areata
Welche Formen von Alopecia Areata gibt es?
Keine Krankheit verläuft stets gleich und auch die Alopecia Areata bildet da keine Ausnahme. Anders als bei anderen Formen des Haarausfalls kann sie in jedem Lebensalter auftreten. Die größte Wahrscheinlichkeit besteht aber im zweiten und im dritten Lebensjahrzehnt. Typischerweise liegt die erste sichtbare Stelle am Hinterkopf. Sie ist etwa 0,5 bis 2 Zentimeter groß und kreisrund. Meist gab es bereits weitere betroffene Stellen, doch übersieht man diese aufgrund ihrer geringen Größe leicht. An zweiter Stelle steht das männliche Kinn, wo es vor allem bei Bartträgern recht schnell deutlich sichtbar wird. Auch die Augenbrauen oder Wimpern sind oft betroffen. Bei der Körperbehaarung hingegen stellt man die Symptome seltener fest und die Schambehaarung wird nur in wenigen Ausnahmefällen befallen. In den meisten Fällen bleibt es bei einem oder maximal fünf Herden. Sind diese benachbart, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie sich vereinigen und größere Regionen umfassen. Selten, aber nicht auszuschließen, ist die Alopecia areata totalis, also der völlige Haarausfall auf dem Kopf oder sogar die Alopecia universalis, bei dem man sämtliche Körperhaare verliert. Das ist natürlich die Maximalvariante, welche vor allem dann auftritt, wenn im Kreis der Familie diese Erkrankung sehr häufig zu beobachten war. Eine besondere Form, welche in erster Linie bei Frauen zwischen dreißig und fünfundfünfzig Jahren auftritt, ist die Alopecia atropicans, die man auch als Pseudopelade Brocq bezeichnet. Sie beginnt allmählich mit kleinen Flecken ohne Haare, bei denen die Haut glänzt und gerötet ist. Hier werden die Haaranlagen zerstört, weshalb der Haarverlust nicht reversibel ist.